Welche Stillpositionen gibt es? Und wie funktionieren sie?
31. Mai 2008 von Marko
Die Stillposition hat eine wichtige Bedeutung für den Stillerfolg. Sie müssen nicht alles ausprobiert haben, sollen sich aber bei jedem Stillen wohl fühlen und es bequem haben.
Egal in welcher Stillposition sie stillen, es gibt eine wichtige Grundregel:
Wenn ihr Baby stillt, sollen Ohr, Schulter und Hüfte eine Linie bilden.
Hier eine Übersicht der häufigsten Stillpositionen:
Wiegenhaltung (Kopf in der Armbeuge) - der Allrounder
Die Wiegenhaltung ist der Klassiker unter den Stillpositionen.
Die Mutter sitzt aufrecht und bequem (eventuell den Rücken mit Kissen abstützen).Sie hält das baby im Arm, den Kopf in der Armbeuge. Das Baby liegt mit seinem Bauch eng am Bauch der Mutter. Der unten liegende Arm des Babys liegt entweder unter der mütterlichen Brust oder um die Taille der Mutter. Der Arm der Mutter kann durch Kissen bei Bedarf abgestützt werden.
Wiegenhaltung (Kopf in mütterlicher Hand) – bei schwachen Kindern
Bei diesem Beispiel gehen wir davon aus, dass die rechte Brust zum Stillen gegeben wird. Geben Sie die linke Brust, verfahren Sie entgegengesetzt.
Die Mutter sitzt aufrecht, ihr Baby ruht auf Brusthöhe vor ihr. Mit der rechten Hand wird ein U geformt. Diese Hand hält die Brust. Mit dem linken Arm, sowie der Hand wird das Baby an Rumpf, Schulter und Kopf gehalten. Dadurch kann das Baby, wenn es den Mund geöffnet hat an die Brust geführt werden.
Diese Stillposition hat sich besonders bei kranken und schwachen Kindern bewährt.
Footballhaltung / Seitenlage – bei schwachen Kindern, Zwillingen, nach einem Kaiserschnitt
Die aufrecht sitzende Mutter nimmt ihr Baby seitlich auf. Der Bauch des Kindes ist der Taille der Mutter zugewandt. Wenn nötig wird der Po des Babys durch Kissen gestützt. Die Mutter stützt den Kopf des Kindes mit der Hand. Auch die Mutter kann bei Bedarf ihren Arm durch Kissen stützten.
Stillen im Liegen – nach Kaiserschnitt, Dammverletzungen, in der Nacht
Mutter und Baby liegen so, dass sie Bauch an Bauch liegen. Der Rücken des Kindes wird durch die Mutter oder durch Kissen gestützt. Auch die Mutter kann eventuell durch Kissen unter dem Kopf und/oder zwischen den Knien bequemer stillen.
Reitersitz - starker Milchspendereflex, ältere Stillkinder, Milchstau unterhalb des Warzenhofs, Gaumenspalte
Die Mutter nimmt ihr Kind auf den Schoß. Das Baby kann Blickkontakt zur Mutter aufnehmen. Kleine Babys müssen gut abgestützt werden.