Darf ich mein Kind mit dem Blick nach vorne tragen?
11. Juli 2008 von Monique
Egal, ob im Tragetuch, Marsupi Plus, Manduca oder anderen Tragen. Kinder nicht mit dem Blick nach vorne tragen.
- Säuglinge haben das Doppel-S der Wirbelsäule noch nicht ausgebildet, und damit aber auch keine Möglichkeit, in der senkrechten Haltung schon selbst Stöße abzufangen
- Der Kopf von Säuglingen ist im Vergleich zum restlichen Körper relativ groß und schwer (weswegen Kinder unter 1 Jahr im Auto auch stets gegen die Fahrtrichtung angeschnallt werden sollten).
- Eine gestreckte Beinhaltung ist unnatürlich und kann ( vor allem bei entsprechender Veranlagung) die korrekte Ausbildung der Hüftgelenkpfanne behindern, schlimmstenfalls diese sogar schädigen ("Hüftdysplasie").
- Die Rückenmuskulatur ist noch nicht stark genug, so dass Babys unter 6 Monaten noch in sich zusammensacken, wenn sie senkrecht getragen und nicht genügend unterstützt werden, was langfristig zu einem Rundrücken führen könnte ( und den haben sooo viele Erwachsene schon)
- Bereits (oder gerade) Neugeborene weisen eine typische "Spreiz-Anhock-Haltung" auf, das heißt die Hüftgelenke sind nach vorne orientiert, die Oberschenkel ungefähr im 90°-Winkel zueinander gespreizt und im gleichen Winkel nach vorne-oben angehockt. Die Haltung sollten die Beine in JEDER Tragehilfe einnehmen, um eine optimale Hüftentwicklung zu gewährleisten.
- Und nicht zu vergessen: Babys wachsen in den ersten Monaten enorm schnell!
- Desweitern kann das Tragen mit dem Blick nach vorn zur Überreizung führen, da Ihr Baby nicht die Möglichkeit hat sich zurückzuziehen.
- Es entsteht ein unphysiologisches Hohlkreuz durch die Überstreckung
- Wenn Ihr Kind in der Bauchtrageweise zu wenig sieht, dann tragen Sie es bitte auf der Hüfte oder auf dem Rücken.
- BEI FRAGEN RUFEN SIE UNS EINFACH AN: 03337 451 889