3-MCPD in der Säuglingsnahrung – Was bedeutet das überhaupt?
14. Juni 2008 von Monique
Die Ausgabe der Ökostest im Juni 2008 hat bei Flaschenmuttis besorgte Gesichter ausgelöst.
3-MCPD klingt nicht gefährlich, eher wie ein cleveres Passwort. Was es damit auf sich hat, möchte ich hier einmal erklären.
Ausgesprochen bedeutet 3-MCPD für 3-Monochlor-1,2-propandiol. Wenn Nahrungsmittel hergestellt werden, und dafür erhitzt werden müssen, entsteht 3-MCPD. Das ist bei vielen Lebensmitteln schon länger bekannt. Nun fand man heraus, dass 3-MCPD nicht unbedingt wenig bei der Herstellung derer Produkte auftritt, bei denen raffinierte pflanzliche Fette und Öle genutzt werden. So auch bei der Säuglingsnahrung.
Das Problem ist, dass bei Tierversuchen herausgefunden wurde, dass dieses 3-MCPD in hoher Konzentration zu gutartigen Tumoren, Nierenproblemen und zur Minderung der männlichen Fruchtbarkeit führte.
Es handelt sich bei den Forschungsergebnissen um Tierversuche. Beim Menschen sind bisher noch keinerlei Vorgänge bekannt.
Und nun das eigentliche Problem mit der Säuglingsnahrung. Die Fette in Säuglingsnahrung sind fast durchgängig raffiniert. Also nehmen diese Kinder große Mengen so genannter 3-MCPD – Ester zu sich.
Da man nicht weiss, welche Auswirkungen das haben wird, sind die Säuglingsnahrungshersteller aufgefordert zu handeln. Wie ist allerdings fraglich.
Mehr Infos:
Bundesinstitut für Risikobewertung